1. Barafu Camp. Ein frühes Frühstück.
Wie von Azizi empfohlen, habe ich am Nachmittag von Tag 4 nicht viel geschlafen. Ich konnte nicht. Gegen 23 Uhr (immer noch Tag 4) aß ich etwas, das als frühes Frühstück katalogisiert war. Azizi hat meine Blutsauerstoffsättigung mit einem Oxymeter gemessen. 69%! Sehr niedrig. Der Normalwert liegt bei 93%. Aber ich fühlte mich offenbar gut.
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Wir sind im Barafu Camp auf 4.673 Metern. Das Abenteuer beginnt. In der Tat Abenteuer Abenteuer. Heute Abend wollen wir den Uhuru Peak besteigen - 5.895 m, den höchsten Gipfel Afrikas - und dann zum Mweka Camp auf 3.100 m absteigen. Wie weit ist es noch bis zum Uhuru? 5 Kilometer in 7 Stunden. In Anbetracht der obigen Angaben ist es offensichtlich, dass uns ein anspruchsvoller, anhaltender und sehr harter Aufstieg bevorsteht. Es gibt noch einen weiteren wichtigen Zwischenpunkt auf der Route: Stella Point, nach 4,3 km und 6 Stunden, liegt auf einer Höhe von 5.600 Metern am Kraterrand und ist gleichzeitig der Punkt, an dem der steile Abstieg endet. Der Abstieg würde weitere neun Stunden in Anspruch nehmen. Ein sehr anstrengender Tag, gewiss. Für den nächtlichen Aufstieg zum Gipfel sollte man dicke Handschuhe oder Überzieher, eine warme Mütze, eine Sonnenbrille mit hohem UV-Anteil, Strumpfhosen, Hosen und Überhosen, 4 Kleidungsschichten darüber, warme und wasserdichte Stiefel einplanen.
Warum in der Nacht klettern? Die Marketing-Erklärung ist, dass man einen spektakulären Sonnenaufgang auf dem Gipfel oder am Kraterrand erleben kann. Ja, das stimmt. Es gibt aber auch andere Gründe. Man muss die Länge der Route einschließlich des Abstiegs auf 3000 Meter bedenken, denn es ist eine große Herausforderung für den Körper, so viele Stunden in einer so großen Höhe zu verbringen. Die Wetterstabilität ist im ersten Teil des Tages höher. Der Abschnitt Barafu - Uhuru und zurück wird eisig sein, was weniger Staub in den Nasenlöchern aufwirbelt, da die Atmung aufgrund des geringeren Sauerstoffgehalts der Luft in der Höhe bereits anspruchsvoller ist. Sie durchqueren ein Gebiet mit geerdetem Geröll.
Die meisten Reiseleiter brechen mit ihren Touristen um Mitternacht auf, aber es gibt auch Gruppen, die zum Beispiel um 3 Uhr morgens aufbrechen. So bildet sich ab Mitternacht eine lange, indische Schlange von Menschen, die mit Stirnlampen in Richtung Uhuru Peak klettern.























