1. Herstellung und Lagerung
Der Erfolg der Weinkellerei Cricova ist zu einem großen Teil den außergewöhnlichen natürlichen Bedingungen in ihren unterirdischen Stollen zu verdanken. Die ehemaligen Kalksteinbergwerke wurden ab 1952 in einen weitläufigen Komplex für die Herstellung, Reifung und Lagerung von Weinen umgewandelt. Heute erstreckt sich das unterirdische Labyrinth über mehr als 120 Kilometer und zählt zu den beeindruckendsten Weinbauinfrastrukturen der Welt.
In einer Tiefe von bis zu 80 Metern bleibt die Temperatur das ganze Jahr über konstant zwischen 12 und 14 °C, und die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 97–98%. Dieses natürliche Mikroklima schafft ideale Bedingungen für die langsame Reifung der Weine und die langfristige Erhaltung ihrer Qualität.
Cricova ist vor allem für seine Schaumweine bekannt, die nach der traditionellen französischen Methode „Méthode Traditionnelle” hergestellt werden, bei der die zweite Gärung direkt in der Flasche stattfindet und eine lange Reifezeit vorgesehen ist. Das Weingut war das erste in der Republik Moldau, das diese von der französischen Champagnertradition inspirierte Technik eingeführt hat.
Neben den Schaumweinen werden in den unterirdischen Galerien Millionen Liter Weiß-, Rot- und Roséweine gelagert. Die Straßen der unterirdischen Stadt tragen die Namen von Rebsorten wie Cabernet, Sauvignon, Feteasca oder Aligoté, und jeder Bereich ist der Reifung und Lagerung bestimmter Weinsorten gewidmet. Diese Kombination aus moderner Technologie und natürlichen Bedingungen macht Cricova zu einem Meilenstein der moldauischen und europäischen Weinherstellung.












